
Was ist LPIS?
Das Flächenidentifikationssystem, engl. Land Parcel Identification System (kurz LPIS), ist ein System zur eindeutigen Erfassung und Identifikation landwirtschaftlicher Flächen in der EU. Es ist ein zentraler Bestandteil von InVeKoS und dient der Kontrolle und Abwicklung flächenbezogener Agrarförderungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).
Wie erfolgt die Identifikation landwirtschaftflicher Flächen?
Die Identifikation und Abgrenzung landwirtschaftlicher Flächen im LPIS erfolgt maßgeblich auf Basis von Geodaten und Satellitenbildern. Hochauflösende Fernerkundungsdaten – insbesondere aus EU-Programmen wie Copernicus (Sentinel-Satelliten) – ermöglichen eine flächendeckende, regelmäßige und objektive Erfassung der tatsächlichen Landnutzung. Auf dieser Grundlage werden förderfähige Flächen digital abgegrenzt, aktualisiert und bei Bedarf korrigiert. Satellitendaten unterstützen damit nicht nur die Ersterfassung von Referenzparzellen, sondern auch die laufende Überwachung von Flächennutzung, Bewirtschaftungsänderungen und Abweichungen im Rahmen von Kontrollen und Monitoringsystemen.
LPIS im Kontext der Fördermittelverwalung
LPIS bildet die geometrische und fachliche Referenz für förderfähige landwirtschaftliche Flächen. Im Rahmen der Antragstellung für Fördermittel werden die per Geodaten, Luft- und Satellitenbildern erkannten Flächen den von den Antragstellenden gemeldeten Flächen gegenübergestellt, um Förderfähigkeit, Flächengröße und Nutzungsart zu prüfen. LPIS ist damit ein zentrales Kontrollinstrument zur Vermeidung von Fehlern in der Antragsstellung, Doppelförderung oder Unregelmäßigkeiten. Die Anforderungen an Datenqualität, Aktualität und Nachvollziehbarkeit sind hoch, da LPIS regelmäßig Gegenstand von EU-Kontrollen und Prüfungen ist.
Wie IBYKUS LPIS in seinen Lösungen verankert
IBYKUS verfügt über fundierte Erfahrung in der IT-gestützten Umsetzung und Integration von LPIS-relevanten Prozessen innerhalb von Förder- und Kontrollsystemen. Die Lösungen unterstützen die Verarbeitung und Nutzung von Flächen- und Geodaten im Zusammenspiel mit Antrags-, Bewilligungs- und Kontrollverfahren. Dabei werden Anforderungen an Datenkonsistenz, Prüfbarkeit und revisionssichere Dokumentation berücksichtigt.
Siehe auch
Verwandte Begriffe
Stand Juni 2026











