
Was ist das HI-Tier?
Das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (kurz HI-Tier oder auch HIT) ist eine bundesweite Datenbank zur Registrierung, Verwaltung und Rückverfolgung landwirtschaftlicher Nutztiere in Deutschland. Sie dient der Tierseuchenbekämpfung, der Lebensmittelsicherheit sowie als Datenbasis für agrarbezogene Förder- und Kontrollverfahren.
Ziel und Zweck des HI-Tier
Zweck des HI-Tier ist die Bereitstellung eines zentralen, bundesweit einheitlichen Registers für tierbezogene Grunddaten. Der Ursprung der HI-Tier liegt in der Einführung der Rinderdatenbank infolge der BSE-Krise, um eine eindeutige Identifikation und Nachverfolgbarkeit von Tieren sicherzustellen.
Durch die frühzeitige Einigung von Ländern und Bund auf einen zentralen Betrieb beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) entstand eine stabile, zentrale Struktur, die in der Folge schrittweise zu einem übergreifenden Informationssystem für weitere Tierarten ausgebaut wurde. Das HI-Tier bildet damit eine dauerhafte infrastrukturelle Grundlage für staatliche Aufgaben im Agrar- und Veterinärbereich.
HI-Tier im Kontext der Fördermittelverwaltung
Im operativen Verwaltungshandeln wird das HI-Tier als fachlich angebundene Referenzdatenbank genutzt. Es erfasst unter anderem Tierbestände, Tierbewegungen und betriebsbezogene Angaben und wird verpflichtend von landwirtschaftlichen Betrieben sowie zuständigen Stellen geführt.
Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) fließen HI-Tier-Daten insbesondere in tierbezogene Fördermaßnahmen und Kontrollen ein. Sie können dort zur fachlichen Prüfung von Anträgen, zur Plausibilisierung gemeldeter Angaben und zur Unterstützung von Kontrollverfahren herangezogen werden. Das HI-Tier ist dabei nicht selbst Teil des Förderverfahrens, sondern stellt die erforderliche Datenbasis für nachgelagerte Prozesse bereit.
Wie IBYKUS mit Daten aus dem HI-Tier arbeitet
In Förderverfahren mit tierbezogenen Komponenten ist die Nutzung externer Referenzdaten essenziell. IBYKUS berücksichtigt HI-Tier-Daten im Rahmen der IT-gestützen Umsetzung von Förderfachverfahren, insbesondere dort, wo tierbezogene Angaben geprüft oder mit Antragsdaten abgeglichen werden müssen. Der Fokus liegt dabei auf der sauberen fachlichen Einbindung externer Datenquellen, der Nachvollziehbarkeit von Prüfungen sowie der Unterstützung regelkonformer Verwaltungs- und Kontrollprozesse. Es findet demnach ein regelmäßiger Datenaustausch zwischen HI-Tier und den seitens IBYKUS betreuten IT-Systemen statt.
Siehe auch
Verwandte Begriffe
Stand Juni 2026











