
Was sind ESI-Fonds?
Die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) sind eine Gruppe von Förderfonds, mit denen wirtschaftliche, soziale und territoriale Ungleichgewichte innerhalb der Europäischen Union verringert werden sollen. Sie dienen der Umsetzung der EU-Kohäsions-, Struktur- und Agrarpolitik und werden in mehrjährigen Förderperioden eingesetzt.
Welche Ziele verfolgen ESI-Fonds?
Die ESI-Fonds verfolgen das übergeordnete Ziel, eine ausgewogene Entwicklung der Regionen in der EU zu fördern. Dazu gehören insbesondere
- Stärkung von Wachstum und Beschäftigung,
- Förderung von Innovation, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit,
- Unterstützung des Umwelt- und Klimaschutzes,
- Entwicklung des ländlichen Raums sowie
- Förderung von sozialer Teilhabe und Bildung.
Welche Fördertöpfe zählen zu den ESI-Fonds?
Zu den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds zählen unter anderem Fonds wie
- EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung zur Förderung von Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Entwicklung,
- ELER – Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums zur Förderung der ländlichen Entwicklung als Teil der Gemeinsamen Agrarpolitik,
- ESF+ – Europäischer Sozialfonds zur Förderung von Beschäftigung, Qualifizierung, Bildung und sozialer Integration,
- EMFAF – Europäischer Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds zur Förderung nachhaltiger Fischerei, Aquakultur und Küstenregionen,
- Kohäsionsfonds zur Stärkung des wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalts der EU.
Die einzelnen Struktur- und Investitionsfonds bilden einen gemeinsamen Förderrahmen, jedoch unterscheiden sie sich deutlich hinsichtlich Zielgruppen, Fördergegenständen und Verwaltungsstrukturen. Beispielsweise sind EFRE und ESF primär der europöischen Kohäsionspolitik zugeordnet, während ELER eine der beiden tragenden Säulen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bildet.
Wer verantwortet die Verwaltung und Umsetzung von ESI-Fonds?
Die Umsetzung der ESI-Fonds erfolgt im geteilten Management zwischen der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedstaaten. Auf nationaler bzw. regionaler Ebene sind Bewilligungs-, Zahl- und Verwaltungsstellen verantwortlich für
- Programmplanung,
- Antragstellung und -bearbeitung,
- Bewilligung,
- Mittelabruf und Auszahlung,
- sowie Kontrolle und Berichtswesen.
Digitale Abwicklung – mit Lösungen von IBYKUS
Im Kontext der Umsetzung verschiedener Förderprogramme unterstützt IBYKUS öffentliche Verwaltungen und Förderstellen dabei, Fördervorhaben aus verschiedensten Fonds digital abzuwickeln. Dazu gehören unter anderem intelligente Lösungen für
- strukturierte Antragstellung und -Bearbeitung,
- Fördermittelbewirtschaftung,
- Auszahlung und Mittelabruf sowie
- Controlling und Berichtswesen.
Siehe auch
Verwandte Begriffe
- ELER
- ESF+
- EGFL
- Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)
- e-Kohäsion
Stand April 2026











